Sachleistungen der Pflegekassen

Die Leistungsart „Sachleistungen“ ist immer dann auszuwählen, wenn die Pflege im häuslichen Umfeld in erster Linie durch einen ambulanten Pflegedienst durchgeführt werden soll. Sachleistungen werden immer direkt vom Pflegedienst (Leistungserbringer) mit der Pflegekasse abgerechnet und können nicht als Pflegegeld ausgezahlt werden.

Es ist auch nicht möglich die Sachleistungen der Pflegekassen für die Inanspruchnahme einer 24-Stunden-Pflegekraft aus z. B. Osteuropa einzusetzen.

Damit die Sachleistungen mit der Pflegekasse abgerechnet werden können, muss der Leistungserbringer (meistens ein Pflegedienst) nämlich ein sogenanntes Institutionskennzeichen (IK-Nummer) haben, also eine Kassenzulassung haben.

Ohne die Unterstützung eines pflegenden Angehörigen geht es im Normalfall trotzdem nicht, aber die Sachleistungen werden in diesen Fällen in jedem Fall vollständig oder fast vollständig ausgeschöpft.

Bei einem längeren Aufenthalt im Ausland, als bis zu maximal sechs Wochen pro Kalenderjahr, werden keine Sachleistungen von der Pflegekassen übernommen.

Wenn Sie der Pflegekasse im Pflegeantrag mitteilen, dass Sie als Leistungsart Sachleistungen in Anspruch nehmen wollen, ist dies keine Entscheidung, die Sie nicht später ändern können. Dies ist nämlich jederzeit möglich.

Sachleistungen der Pflegekassen 2015

Sachleistungen 2015 als Tabelle

Stufe der Pflegebedürftigkeit Sachleistungen 2015
Pflegestufe 0 (mit Demenz) 231 Euro
Pflegestufe I (ohne Demenz) 468 Euro
Pflegestufe I (mit Demenz) 689 Euro
Pflegestufe II (ohne Demenz) 1.144 Euro
Pflegestufe II (mit Demenz) 1.298 Euro
Pflegestufe III (ohne Demenz) 1.612 Euro
Pflegestufe III (mit Demenz) 1.612 Euro
Härtefall (ohne Demenz) 1.995 Euro
Härtefall (mit Demenz) 1.995 Euro

Sachleistungen 2015 als Diagramm

Die Sachleistungen 2015 je Pflegestufe als Diagramm

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